Manuka Honig – Wirkung, Anwendung & Studien

Manuka Honig – kaum bekannt aber wirkungsvoll

Manuka Honig ist leider noch nicht vielen Menschen bekannt, obwohl er eine solch gute Wirkung hat, dass er bereits in Kliniken genutzt wird. Schon seit Tausenden Jahren werden Teile des Manukastrauches genutzt, um Beschwerden zu lindern. Insbesondere die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, stellten Tinkturen zur Desinfektion her und um Wunden schneller zu heilen. Doch auch Manuka Honig wurde, seitdem die Honigbiene in Neuseeland angesiedelt wurde, zu einem Heilmittel der besonderen Art. Durch den hohen MGO Gehalt ist er nicht nur entzündungshemmend, sondern wirkt antibakteriell, was heißt, dass Keime, Bakterien und Viren wirkungsvoll abgetötet werden können.

Woher kommt Manuka Honig?

Manuka Honig ist einzigartig, da er ein ganz besonderer Honig ist. Gesammelt von fleißigen Bienen darf der echte Manuka Honig nur aus Neuseeland und kleinen Teilen Australiens stammen. Manuka Honig wird aus dem Blütennektar der Südseemyrte, dem Manukastrauch, gewonnen. Dabei ist der Honig so einzigartig wie auch der Manukastrauch, der zu den Myrtengewächsen gehört und mit dem Teebaum verwandt ist. Der botanische Name des Manukastrauches lautet „Leptospermum scoparium“, wird aber meist nur Manuka genannt.

Schon vor vielen Tausend Jahren nutzten die Maori die Pflanzenteile, um Tinkturen und Tees herzustellen, damit sie ihre Kranken heilen konnten. Erst um das Jahr 1839 wurden die Honigbienen in das Land gebracht, die dann den wertvollen Manuka Honig sammelten.

Der Manuka Strauch

Der Manukastrauch ist vor allem in Neuseeland beheimatet. Auch in kleinen Teilen Australiens ist er zu finden. Doch obwohl der Strauch nicht sehr wählerisch ist, was den Standort angeht, gedeiht er ausschließlich in Neuseeland und Australien. Versuche, ihn in anderen Ländern zu kultivieren, sind kläglich gescheitert.

Die Manuka Pflanze gibt es in verschiedenen Arten. Neben den Bodendeckern, die etwa 5 cm hoch wachsen, kann ebenso ein Strauch mit einer Höhe von bis zu 5 Metern oder ein Baum mit einer Größe von bis zu 15 Metern Höhe gefunden werden. Insbesondere der aromatische Duft der Manuka Blüten ist betörend, wenn man währende der Blütezeit an den Feldern vorbeifährt. Allerdings sind die Bauern in Neuseeland gar nicht gut auf die Pflanze zu sprechen, da sie sich wild ausbreitet, wenn keine pflanzliche Konkurrenz auf den Feldern ist. Bleibt nur ein kleines Stück Wurzel im Boden, wächst in kürzester Zeit ein Strauch heran, was heißt, dass die Manuka Pflanze schnell wachsend ist.

Durch die hervorragenden Inhaltsstoffe wird kein Pflanzenschutzmittel benötigt. Der Manuka Strauch kann sich hervorragend selbst gegen Viren, Bakterien, Pilze und Krankheiten verteidigen und benötigt keine chemischen Keulen, um gesund zu bleiben.

Die Eigenschaften der Manuka Pflanze

Die Südseemyrte ist schlank, hat aber einen strauchförmigen Wuchs. Der Zentralstamm ist sehr ausgeprägt und daher kann die Pflanze als Strauch oder Baum wachsen. Wird der Baum gepflegt, kann er deutlich höher werden, als in der freien Natur. Besonders an den silbrigen Haaren, die auf Zweigen und jungen Blättern zu finden sind, kann der Manukastrauch gut identifiziert werden. Doch auch, wer sich die Borke genauer anschaut, wird erkennen, dass sich die älteren Teile in langen Streifen ablösen.

Die Blätter des Manukastrauches sind eher klein und schlank und laufen spitz zu. Insbesondere die Blüten erinnern an die Kirschblüte, duften allerdings wesentlich aromatischer. Während der Blütezeit ist der Baum ein wahres Farbspektrum, welches sich von Weiß in tiefes Violett oder Blutrot durchzieht. Ein atemberaubendes Erlebnis, welches man nicht verpassen sollte. Die Südseemyrte selbst ist robust, kommt mit Kälte und Wind gut zurecht. Allerdings ist die Bewässerung eine Herausforderung. Sie verträgt weder Staunässe noch Trockenperioden und bevorzugt einen dauerfeuchten Boden.

Anbau des Manukabaumes

Leider reichen die Wildbestände bei Weitem nicht aus, um so viel Manuka Honig herzustellen. Daher wird die Südseemyrte mittlerweile professionell, auf großen Plantagen, angebaut. Diese werden dann zur Gewinnung von Honig und Öl genutzt. Allerdings gibt es auch hier einige Unterschiede. Während einige der Plantagenbesitzer auf Gewinnmaximierung setzen und auch unnötigerweise Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen, setzen andere Plantagenbesitzer auf den biologischen Anbau. Auch wenn diese noch in der Unterzahl sind, geht der Trend doch zusehends zum biologischen Anbau über.

Wer den Manukastrauch als Zierpflanze für den Sommer in seinem Garten anpflanzen möchte, muss jedoch unbedingt auf die punktgenaue Bewässerung achten. Zudem darf die nicht winterharte Pflanze niemals in einem Raum stehen, der unter 7° C hat. Nicht nur, dass das Wachstum eingeschränkt wird, auch kann die Südseemyrte bei diesen Temperaturen erfrieren. Durch die Kälte in unseren Regionen ist somit nur eine Kübelhaltung möglich.

Manuka Honig Herstellung

Manuka Honig wird von fleißigen Bienen hergestellt. Diese übernehmen in erster Linie die Arbeit, sammeln den Nektar und füllen ihn in die Waben des Bienenstocks. Der Imker entnimmt diesen dann im Kaltschleuder-Verfahren, das wichtig ist, da sonst die wichtigen Inhaltsstoffe an Wirkung einbüßen. Daher ist beim Kauf von Manuka Honig immer darauf zu achten, dass er im Kaltschleuder-Verfahren hergestellt wurde. Durch die Hitze kann sich ein Teil der chemischen Verbindungen zersetzen und die Wirkung beeinträchtigen.

Bei der Herstellung von Manuka Honig spielen aber weitere Dinge eine große Rolle. Zum einen kann nur während der Blütezeit der Manuka Honig gewonnen werden und zum anderen müssen die Imker darauf achten, dass nicht zu viele Pollen anderer Blüten in die Waben gelangt. Daher werden vor und nach der Blüte der Südseemyrte die Waben komplett ausgetauscht, dass ein reiner Manuka Honig gewährleistet ist.

Damit die Qualität des Manuka Honigs auch eindeutig festgestellt werden kann, werden die Honigproben im Labor untersucht. Dort wird unter anderem der MGO Gehalt gemessen und dann auch zertifiziert. Dieser MGO Gehalt gibt an, wie viel Methylglyoxal in einem Milligramm pro Kilogramm Manuka Honig enthalten ist.

Was ist MGO oder UMF und was bedeutet es?

Manuka Honig gibt es in unterschiedlichen Qualitäten und verschiedenen Wirkungsgraden. Während in Neuseeland der UMF (Unique Manuka Factor) Auskunft über die Qualität gibt, ist es in Deutschland der MGO Wert, also wie viel Methylglyoxal im Honig enthalten ist. Damit es keine Probleme beim Umrechnen von UMF in MGO gibt, kann man sich diesen Wert, anhand einer Umrechnungstabelle anzeigen lassen. Sollten auf dem Honig keine dieser Angaben sein, ist es kein echter neuseeländischer Manuka Honig! Daher ist beim Kauf von Manuka Honig immer auf die MGO oder UMF Werte zu achten.

Umrechnungstabelle UMF – MGO

UMF MGO
10+ 263 mg/kg
15+ 514 mg/kg
20+ 829 mg/kg

 

Inhaltsstoffe von Manuka Honig

MGO, also Methylglyoxal, ist der wichtigste Inhaltsstoff von Manuka Honig. Doch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind in dem wertvollen neuseeländischen Honig enthalten, die aber eher unbedeutend sind, da sie nur in sehr geringer Menge vorkommen. Dies wären beispielsweise:

  • Vitamin C
  • Vitamin B1
  • Vitamin B2
  • Vitamin B6
  • Magnesium
  • Kalium
  • Kalzium
  • Eisen
  • Kupfer
  • Mangan
  • Chrom

Wie aber bereits oben beschrieben sind vor allem der Stoff Methylglyoxal wie auch die ätherischen Öle von großer Bedeutung und machen die außergewöhnliche Wirkung des Manuka Honigs erst möglich.

MGO ist deshalb so bedeutend, da es einen starken antibakteriellen Effekt hat. In Laborversuchern konnte sogar nachgewiesen werden, dass MGO sogar gegen Staphylococcus aureus und Escherichia coli wirksam sind. Insbesondere die Bakterien des Stammes Staphylococcus können bei Menschen, die ein schwaches Immunsystem haben, Schäden anrichten. Vor allem, da diese Bakterien antibiotikaresistent sind, hilft kaum ein Mittel dagegen. Manuka Honig hat es aber in Studien bewiesen und kann selbst gegen diese MRSA Keime wirkungsvoll vorgehen.

Escherichia coli sind Kolibakterien, die im Darm vorkommen und die Produktion von Vitaminen positiv beeinflussen. Doch leider gibt es von diesen nicht nur gute, sondern auch schlechte Bakterien, die vor allem bei mangelnder Lebensmittelhygiene in der Vordergrund rücken und massive Probleme im Magen-Darm-Trakt verursachen können.

Wirkung von Manuka Honig

Manuka Honig ist ein hervorragendes Mittel, um zahlreiche Beschwerden damit zu bekämpfen. Es kommt nicht nur als Desinfektionsmittel bei Wunden zum Einsatz, auch konnte Manuka Honig eine sehr gute Wirkung beim „offenen Bein“, der Diabetiker Krankheit erzielen. Deshalb wird es bereits in einigen Kliniken bei diesen Beschwerden eingesetzt.

Doch auch bei Pickeln und Akne, Hautausschlägen, Ekzemen, Verbrennungen und Insektenstichen ist Manuka ein Mittel der ersten Wahl. Weiterhin kann es bei

  • Schuppenflechte und Neurodermitis
  • Verletzungen der Haut und Wunden
  • Infektionen und Pilzbefall
  • Gürtelrose
  • inneren Entzündungen
  • Beschwerden mit dem Magen-Darm-Trakt
  • Herpes
  • Husten und Bronchitis
  • Halsschmerzen
  • Karies und Parodontose

Helfen und die Beschwerden nicht nur lindern, sondern auch beim schnelleren Abheilen unterstützen. Dies liegt vor allem an der antibakteriellen, antiviralen, antiseptischen, antimykotischen und entzündungshemmenden Wirkung des Manuka Honigs. So kann er nicht nur bei Erkältungen und Infekten zum Einsatz kommen, sondern auch zur Desinfektion von Wunden..

Insbesondere durch die Kombination mit Propolis kann die Wirkung von Manuka Honig nochmals verstärkt werden und so effektiv und gezielt gegen Keime, Bakterien und Viren vorgegangen werden. Doch auch in Kombination mit Pollen, Gelee Royal, Aloe vera oder Grünem Tee sind ideal, um die Wirksamkeit des Honigs zu unterstützen. Gerade in der Wundversorgung kann der Honig der Südseemyrte hervorragende Dienste leisten und wird deshalb auch immer öfter in Krankenhäusern eingesetzt.

Anwendungsmöglichkeiten von Manuka Honig

Manuka Honig hat den Vorteil, dass er innerlich wie auch äußerlich angewendet werden kann. Er kann somit von innen und außen wirken und bei Problemen mit der Haut gleich einen Doppeleffekt auslösen. Pilzen, Viren und Bakterien können somit sehr wirkungsvoll behandelt werden und gleichzeitig kann der Körper auch davor geschützt werden zu erkrankten. Vor allem die sogenannten Krankenhauskeime können dann erst gar keinen Schaden anrichten. Daher sollte bereits im Vorfeld eines Krankenhausaufenthaltes mit der Einnahme von Manuka Honig begonnen werden, damit der Körper gestärkt ist und die Keime keine Chance haben.

Manuka Honig bei Entzündungen: Gegen Entzündungen jeder Art kann Manuka Honig innerlich wie auch äußerlich angewendet werden. Die Keime werden an der Ausbreitung gehindert und die betroffenen Stellen können so von innen nach außen heilen.

Manuka Honig um das Immunsystem zu stärken: Ein geschwächtes Immunsystem ist Angriffsfläche für Bakterien und Keime und so kann es schnell zu Erkältungen kommen. Um das Immunsystem und die Abwehrkräfte zu stärken, sollte regelmäßig neuseeländischer Honig eingenommen werden.

Manuka Honig bei Erkältungen: Jedes Jahr aufs Neue kommt die Grippewelle. Während die wenigsten Menschen eine Grippe bekommen, haben die meisten Menschen lediglich einen grippalen Infekt, der mit Husten, Schnupfen und Halsschmerzen verbunden ist. Um die Symptome und das Allgemeinbefinden zu lindern, ist es ratsam, regelmäßig Manuka Honig einzunehmen. Zudem wird auch gleichzeitig das Immunsystem gestärkt und das Risiko eine Erkältung zu bekommen, gemindert.

Manuka Honig bei Verbrennungen und Wunden: Durch die hervorragende desinfizierende Wirkung kann Manuka Honig maßgeblich dazu beitragen, dass Wunden schneller heilen und Infektionen erst gar nicht auftreten. Auch bei Verbrennungen kann der Honig gut auf die Stelle aufgetragen werden, hilft dann das zerstörte Gewebe abzutragen und unterstützt den Neuaufbau der Haut. Zudem werden auch hier Bakterien und Keime daran gehindert, sich auszubreiten und eine Infektion auszulösen.

Manuka Honig beim diabetischen Fußsyndrom: In zahlreichen Studien konnte bereits belegt werden, dass der neuseeländische Honig ein hervorragendes Mittel beim diabetischen Fußsyndrom ist. Aufgrund von Durchblutungsstörungen können die Wunden nicht richtig verheilen und zudem siedeln sich oft noch Keime und Bakterien in den Wunden an, was die Heilung ebenfalls verlangsamt. Daher wird in Krankenhäusern mittlerweile der gammabestrahlte Medihoney© genutzt, damit die Wunden schneller heilen.

Manuka Honig bei Schuppenflechte und Neurodermitis: Vor allem in der Hautpflege hat sich Manuka Honig bewährt und kann nicht nur gesunde Haut pflegen, sondern auch Beschwerden bei kranker Haut lindern. Neurodermitis und Schuppenflechte sind nicht nur schmerzhaft und jucken fürchterlich, auch treten oftmals Entzündungen auf, die dann das Hautbild nochmals verschlechtern. Um die Symptome zu lindern, ist das Auftragen des wertvollen Honigs eine hilfreiche Möglichkeit. Doch auch der regelmäßige Verzehr kann so die Schübe deutlich lindern.

Das Verdauungssystem mit Manuka Honig ins Gleichgewicht bringen: Durch die hervorragende antibakterielle Wirkung ist Manuka Honig auch für das Verdauungssystem von großer Bedeutung. Es kann die Bakterien, Keime und Pilze, die im Darm entstehen, wirkungsvoll ausschalten und somit das Gleichgewicht wieder herstellen. Zudem stärkt der Neuseeland Honig die Darmflora.

Manuka Honig für die Zahnpflege: Kaum zu glauben aber wahr, doch auch für die Zahnpflege ist Manuka Honig ein wichtiger Helfer. Auch wenn Glucose und Fructose im Honig enthalten ist, schaden diese Stoffe den Zähnen nicht. Entzündungen im Mundraum, Karies oder auch Parodontitis wird mit Manuka Honig der Kampf angesagt. Wie in Studien bewiesen wurde, ist Manuka Honig sogar viel starker als Xylit und kann somit einen Kariesbefall verhindern. Bei Problemen im Mundraum ist Manuka Honig ein bewährtes Mittel, was sich auch daran zeigt, dass es mittlerweile zahlreiche Zahncremes mit Manuka Honig im Handel gibt.

Wie wird Manuka Honig richtig eingenommen?

Manuka Honig kann pur eingenommen werden oder aber er wird auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Auch die innerliche und äußerliche Anwendung zu gleich ist problemlos möglich.

Bei einer Blasenentzündung kann ein guter Kräutertee mit Manuka Honig gesüßt werden. Dabei sollten mehrerer Tassen, über den Tag verteilt, getrunken werden, damit die Wirkstoffe so gut vom Körper aufgenommen werden können. Zudem werden mit dem Tee auch gleich die Krankheitserreger aus dem Körper gespült.

Bei Erkältungen ist es ratsam, mehrmals täglich einen Tee mit Honig zu süßen oder den Honig pur einzunehmen. Wichtig ist dabei vor allem, dass der Honig, bei purer Gabe, nicht direkt untergeschluckt wird, sondern langsam im Mund zergehen kann. Nur so kann der neuseeländische Honig seine volle Wirkung erzeugen. Wird der Tee mit Manuka Honig gesüßt, ist darauf zu achten, dass der Tee nur noch lauwarm ist. Die Hitze könnte die Inhaltsstoffe sonst abschwächen.

Bei Nasennebenhöhlenentzündungen oder auch Schnupfen ist es empfehlenswert, den Honig innen auf die Nasenwände zu streichen. Dies geschieht am besten vor dem Schlafengehen, damit der Honig so über Nacht auf die Nasenschleimhäute einwirken kann.

Darreichungsformen von Manuka Produkten

Manuka Honig ist die häufigste Form, die es in unseren Breiten zu kaufen gibt. Doch auch Manukaöl oder Manukarinde ist in ausgewählten Geschäften oder bei einigen Onlinehändlern zu finden.

Manukaöl und Manukarinde stammen ebenfalls von der Südseemyrte und bringen auch antiseptische Eigenschaften mit. Dabei ist besonders das Öl für Beschwerden im Mund- und Rachenraum empfehlenswert, da es hier die Bakterien, Keime und Viren wirkungsvoll bekämpfen kann. Doch auch für den Magen-Darm-Trakt kann das Öl des Manukabaumes gut genutzt werden, um die Darmflora zu stärken und wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Selbst für Massagen ist das Manukaöl geeignet, da es entspannt, beruhigt und gleichzeitig auch die Haut pflegt. Das Manukaöl wird aus den Zweigen und den Blättern des Manukabaumes gewonnen. Durch seine flüssige Konsistenz ist es allerdings für viele Anwendungsgebiete besser geeignet und sollte daher ebenfalls in keinem Haushalt fehlen. Zum Inhalieren bei Erkältungen, zum Vollbad bei Hauterkrankungen oder auch als Mundwasser kann das Manukaöl dabei genutzt werden.

Auch Manuka Bonbons, die mit Propolis angereichert sind, können im Handel erworben werden. Diese sind vor allem bei Erkältungen oder Beschwerden im Mund- und Rachenbereich sehr empfehlenswert. Zudem erhöhen sie das Wohlbefinden, wenn sie regelmäßig gelutscht werden.

Die Manukarinde hingegen ist sehr schwer zu finden und ist nur bei ausgewählten Onlinehändlern im Sortiment. Doch gerade die Rinde des Manukabaumes ist ein hochwirksamer Entzündungshemmer, der schnell und gezielt gegen Entzündungen vorgehen kann. Die Maori nutzten die Manukarinde für Aufgüsse, um Wundwickel herzustellen. Zudem kann die Rinde auch bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt eingesetzt werden.

Pflegeprodukte mit Manuka Honig sind ebenfalls erhältlich. Bei unreiner Haut sind diese Cremes ein hilfreiches Mittel, um die Haut zu pflegen und ein besseres Hautbild zu schaffen. Durch die entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaft sind bereits nach wenigen Wochen sichtbare Erfolge zu erzielen. Doch auch spröde und rissige Lippen können mit einem Pflegestift mit Manuka Honig schnell wieder zart und geschmeidig werden. Weiterhin kann der Lippenpflegestift mit Manuka Honig eine Prävention gegen Herpes sein und bei bestehendem Herpes die Wundheilung beschleunigen.

Nicht im Handel erhältlich, aber leicht selbst herzustellen ist die Manuka Lösung. Dabei wird der Manuka Honig mit Wasser gemischt, bis der Honig wässrig ist. Bei Schnupfen kann mit dieser Lösung die Nase sehr gut durchgespült werden. Doch auch im Mundraum, wenn Entzündungen entstanden sind, kann die Lösung sehr gut helfen. Wer die Lösung in kleine Nasenspray Behälter umfüllt, hat zudem immer ein hilfreiches Mittel bei Schnupfen zur Hand.

Zahnpasta mit Manuka Honig ist in der Regel auch mit Propolis angereichert und kann bei Entzündungen, Karies sowie Parodontitis genutzt werden. Die Bakterien werden wirkungsvoll bekämpft und die Beschwerden gelindert.

Weiterhin ist noch Medihoney erhältlich, der in Apotheken frei verkäuflich ist. Dieser Honig ist eine Mischung aus Manuka Honig und verschiedenen australischen Honigsorten und wird vor allem in Krankenhäusern beim diabetischen Fußsyndrom und bei der Wundbehandlung eingesetzt.

Nebenwirkungen von Manuka Honig

In der Regel ist Manuka Honig vollkommen frei von Nebenwirkungen. Lediglich Babys und Diabetiker sollten auf die Einnahme von Manuka Honig verzichten.

Babys unter 12 Monaten sollten kein Manuka Honig oder Honig im Allgemeinen erhalten, da hier Clostridium-Botulinum-Bakterien enthalten sein könnten, die für Babys lebensgefährlich sein können. Bei älteren Kindern sollte dies keine Gefahr mehr sein und der Nutzen bei Husten ist deutlich höher.

Diabetiker sollten auf Manuka Honig verzichten, da dieser zum großen Teil aus Zucker besteht und somit den Blutzuckerspiegel beeinflussen könnte. Zudem haben Diabetiker einen erhöhten MGO Spiegel im Blut. Daher sollte immer mit einem Arzt oder Heilpraktiker abgeklärt werden, ob der neuseeländische Honig eingenommen werden darf.

Auch Menschen mit einer Fructoseunverträglichkeit sollten Vorsicht walten lassen.

Manuka Honig richtig lagern

Die unterschiedlichsten Darreichungsformen, die es von Manuka Honig Produkten gibt, sind in der Regel alle gleich aufzubewahren – kühl, trocken und dunkel.

Besonders beim Manuka Honig selbst kann man schnell erkennen, ob der Honig noch frisch ist. Hat er eine cremige Konsistenz und ist hellbraun, kann er unbedenklich verzehrt werden. Auch wenn bereits Kristalle vorhanden sind, ist dies kein Grund zur Sorge, sondern eine ganz normale Reaktion. Dies zeigt zudem an, dass er Honig immer arbeitet.

Flüssiger Manuka Honig sollte jedoch nicht mehr verzehrt werden, da er ungenießbar ist. Bei flüssigem Honig ist Luft in das Glas gelangt, also so viel, dass auch recht viel Feuchtigkeit eintreten konnte, die den Honig dann ungenießbar macht. Aus diesem Grund muss immer darauf geachtet werden, dass der Honig gut verschlossen ist.

Selbstverständlich ist der Manuka Honig, wie Honig im Allgemeinen, an einem dunklen Ort aufzubewahren, da Sonnenlicht dem Honig Schaden zufügen könnte und die Inhaltsstoffe verloren gehen.

Das sollte beim Kauf von Manuka Honig beachtet werden

Beim Kauf von Manuka Honig muss vor allem darauf geachtet werden, dass der echte Manuka Honig und keine überteuerte Fälschung gekauft wird. Dies kann man vor allem am Qualitätssiegel erkennen. Zudem ist auf auf dem echten Neuseeland Honig ein MGO oder UMF Faktor angegeben, der gut sichtbar auf der Verpackung sein sollte.

Auch bei tollen Schnäppchen sollte man Vorsicht walten lassen, da hier oftmals Zusatzstoffe beigemischt wurden oder es schlichtweg eine Fälschung ist. In der Regel kostet ein Glas Manuka Honig mit einer Menge von 250 g ab 30 Euro aufwärts. Je nach MGO Gehalt und Qualitätsstufe kann dieser auch um die 80 Euro kosten.

Neuseeland Honig mit dem Aufdruck „activa Plus oder „active 12+“ ist meist eine Fälschung und hat recht wenig mit dem originalen Manuka Honig zu tun. Auch eine Wirkung kann man sich von diesem Honig nicht versprechen.

Wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte nur Manuka Honig von einem vertrauensvollen Händler kaufen. Zudem kann auch im Direktimport der Honig aus Neuseeland erworben werden.

Fazit zu Manuka Honig

Manuka Honig ist ein Heilmittel, welches in keinem Haushalt fehlen sollte. Insbesondere Kinder können hiervon profitieren, da er sich zum einen hervorragend eignet, um ihn als Hustensaft einzusetzen und zum anderen die Wundheilung, bei aufgeschlagenen Knien, fördert. Zudem ist Manuka Honig antibakteriell und entzündungshemmend, was heißt, dass Keime, Viren, Bakterien und auch Pilze wirkungsvoll bekämpft werden können. Vor allem durch die innerliche und äußerliche Anwendung kann der Neuseeland Honig punkten, da hier gleich doppelt gegen Beschwerden und Krankheiten vorgegangen werden kann.

Vor allem beim diabetischen Fußsyndrom und in der Zahnpflege hat sich Manuka Honig bewährt und kann hier nicht nur die Wundheilung fördern, sondern auch Entzündungen vorbeugen. Auch in der Karies- und Parodontitis Prophylaxe ist der Honig von der Südseemyrte ein hilfreiches Mittel, welches sogar von Zahnärzten empfohlen wird.

Durch seine nahezu nebenwirkungsfreie Wirkung kann Manuka Honig praktisch von jedem verzehrt werden. Lediglich Diabetiker sollten mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten und Babys unter 12 Monaten sollten den Honig ebenfalls nicht zum Verzehr erhalten.